Umgang, Führen, Transport
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keine Gewähr der Angaben, keine Vollständigkeit, keine behördliche Auskunft, nur Erfahrungen eines Wildhalters.

Diskussionen ergeben sich immer wieder bei der Thematik im Umgang, Transport und Führen von Schusswaffen.


Zugriffsbereit ist ein Schusswaffe dann, wenn sie mit wenigen schnellen Griffen in Anschlag gebracht werden kann (unverschlossen im Handschuhfach, im Fzg. im Holster). Zugriffsbereit ist eine Schusswaffe dann nicht, wenn sie sich im Kofferraum in einer geschlossenen Aktentasche oder in einem Futteral befindet.

Schussbereit ist eine Schusswaffe dann, wenn sie geladen ist, d.h. wenn sich Munition im Patronenlager, in der Trommel oder im Magazin befindet.

Unterladen ist eine Waffe dann, wen sich Munition zwar im Magazin, jedoch nicht im Patronenlager befindet - dieser Begriff ist im Waffenrecht jedoch nicht definiert.

Überlassen bedeutet, dass man einem anderen die tatsächliche Gewalt über die Waffe oder Munition einräumt.

Grundsätzlich hat der Inhaber einer Waffe oder Munition im Falle eines Überlassens oder des Verleihs die Berechtigung des neuen Gewahrsamsinhabers zu prüfen.
Der Versand einer Waffe oder Munition durch die Post oder durch ein anderes Transportunternehmen ist möglich (keine Muni dazu).
Auch der nicht gewerbliche Transport einer Schusswaffe ist so weit möglich, z.B. wenn die Ehefrau oder Bekannte eines Sportschützen oder Jägers die Waffe zum Büchsenmacher bringt. Voraussetzung ist natürlich, dass die Waffe nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit ist (§12 WaffG).
Zweckmäßigerweise sollte eine Vollmacht mitgegeben werden.

 

Es ist nun auch möglich, eine Kurzwaffe einem anderen Berechtigten zu überlassen (z.B. Jäger an Jäger). Der Gesetzgeber entscheidet nicht mehr zwischen Kurz- und Langwaffen (bei Erwerb bis 14 Tage).
Für jagdliche Zwecke dürfen sich Jäger auch bis zu 1 Monat also Lang- und Kurzwaffen ausleihen.
Die Waffe kann bei längerem Urlaub, Krankheit, Schießstätte zum Schießen etc. bis zu einem Monat einem anderen Berechtigten überlassen werden. Das Landratsamt kann in begründeten Fällen die Frist verlängern.

Beim berechtigten Überlassen einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe ist ein Dokument erforderlich, um nachvollziehen zu können , wo sich die Schusswaffe befindet. Es also ein formloser Zettel mit Datum und der Anschrift des derzeitigen Besitzers zur WBK zu legen. Dies gilt für Privatpersonenen als auch für Bewachungspersonal.

Kauf oder Verkauf einer Schusswaffe bzw. Munition ist eine waffenrechtliche Erlaubnis erforderlich, d.h. nur mit einer WBK kann eine Schusswaffe erworben werden. Meldung an die Behörde: Frist 14 Tage.

Führen von Schusswaffen (ohne Schreckschuss-, Gas- und Signalwaffen mit Zulassungszeichen):

Das Führen von Schusswaffen, d. h. die Ausübung der tatsächlichen Gewalt (Besitz) über Schusswaffen außerhalb der eigenen Wohnung, der Geschäftsräume oder des eigenen befriedeten Besitztums muss grundsätzlich vorher von der für den Wohnsitz zuständigen Kreispolizeibehörde erlaubt werden. Diese Erlaubnis wird durch einen Waffenschein erteilt. Für diese Erlaubnis werden jedoch hinsichtlich des Bedürfnisses besonders strenge Anforderungen gestellt. Deshalb sollten die Tatsachen, aus denen das Bedürfnis zum Führen einer Schusswaffe hergeleitet wird, eingehend dargelegt werden.

 

Ausnahmen:

  1. Eine Erlaubnis (Waffenschein) ist nicht erforderlich, wenn die Schusswaffe
    mit Zustimmung eines anderen in dessen Wohnung, Geschäftsräumen oder befriedetem   Besitztum oder in dessen     Schießstätte zu einem von seinem Bedürfnis umfassten  Zweck geführt wird,
  2. nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit von einem Ort zu einem anderen Ort befördert wird, sofern derTransport der  Waffe zu einem von seinem Bedürfnis umfassten Zweck oder im Zusammenhang damit erfolgt.

 

 Zum Führen einer Schreckschusswaffe ist der Kleine Waffenschein erforderlich.

 

Der Jagdscheininhaber kann Waffen auch außerhalb seines Jagdreviers zugriffsbereit (aber nicht schussbereit) führen, wenn ein Zusammenhang mit einer jagdlichen Tätigkeit gegeben ist. Dies ist u.a. auch der Fall bei direktem Hin- und Rückweg von und zur Jagd, jagdlichen Veranstaltungen, Weiterbildungs- Prüfungszwecke sowie der damit einhergehenden Erledigungen und Besorgungen.

 

Auch der Wildhalter kann seine Schusswaffe von der Wohnung ohne Waffenschein (WBK vorhanden) nicht zugriffsbereit und nicht schussbereit ins Gehege transportieren (z.B. verschlossen im Futteral) und dort von der Behörde festgelegten  Standort aus schießen. Bei der Beantragung der Schießerlaubnis wird vor Ort der "Schussbereich" festgelegt.

Wie der Jäger so hat auch der Wildhalter die erforderlichen Ausweispapiere und Genehmigungen mitzuführen.

 

Bei Gehegeauflösung entfällt auch das Bedürfnis und somit auch die Berechtigung  die entsprechenden Waffen zu besitzen. Sollte jemand eine entsprechende Erfahrung gemacht haben, bitte ich um eine kurze InfoMail.

 

 

Erbfall:

Bei einem Todesfall geht grundsätzlich das Eigentum aller Waffen auf die Erben über. Will der Erbe die tatsächliche Gewalt über die Waffen ausüben, hat er binnen eines Monats auf seinen Namen eine Waffenbesitzkarte zu beantragen. Er kann die Waffe auch an einen Berechtigten übergeben und in dessen Waffenbesitzkarte eintragen lassen.

Will der Erbe die Waffe selbst verwahren und ist er waffenrechtlich unbedarft, muss er die allgemeinen Voraussetzungen (Alter, Eignung, Zuverlässigkeit, Sachkunde, Versicherung, Aufbewahrung) nachweisen, um eine Waffenbesitzkarte zu bekommen.

Hilfe gewährt auch ein Büchsenmacher, der evt. die Waffen erwirbt und das zuständige und maßgebende Landratsamt als behördliche Auskunfts- und Beratungsstelle.

ein interessantes Buch:     

Vorbereitung auf die Waffensachkundeprüfung Ausgabe 2009 für Sportschützen, Waffensammler und das Bewachungsgewerbe sowie für den waffenrechtlichen ... Sicherheitsgewerbe u. Bootsführer sowie Jäger

                      

 

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